Drei rechtliche Rahmen
Der Brandschutz wird je nach Nutzung des Betriebs durch unterschiedliche Vorschriften geregelt. Es ist entscheidend, die richtige anzuwenden:
| Bereich | Vorschrift | Was sie regelt |
|---|---|---|
| Gebäude (nicht industrielle Nutzung) | CTE DB-SI | Planung: Brandabschnitte, Evakuierung, Feuerwiderstand |
| Industriebetriebe | RSCIEI | Anforderungen je nach Risiko und Hallenkonfiguration |
| Brandschutzausrüstung und -anlagen | RIPCI | Installation und Wartung der Systeme |
Gebäude: CTE DB-SI
In Gebäuden nicht industrieller Nutzung (Handel, Gastronomie, Büros, Versammlungsstätten…) richtet sich die Planung der Sicherheit im Brandfall nach dem Grunddokument SI des Technischen Bauordnungskodex (CTE). Es legt die Brandabschnitte, die Flucht- und Rettungswege, den Feuerwiderstand des Tragwerks und die erforderlichen Schutzanlagen fest.
Industrie: RSCIEI
Hallen, Werkstätten und Industriebetriebe richten sich nach dem Reglement über die Brandsicherheit in Industriebetrieben (RSCIEI). Seine Anwendung beruht auf zwei Einstufungen:
1. Konfiguration des Betriebs
- Typ A: belegt ein Gebäude teilweise, gemeinsam mit anderen Betrieben.
- Typ B: belegt ein Gebäude vollständig, das an andere angebaut ist.
- Typ C: belegt ein freistehendes Gebäude vollständig (von anderen getrennt).
- Typen D und E: die Tätigkeit findet in einem offenen, ganz oder teilweise überdachten Raum statt (sie bilden einen Brandbereich); sie unterscheiden sich durch den Grad der Überdachung und Belegung.
2. Innewohnendes Brandrisiko (Risikoniveau)
Es wird durch Berechnung der gewichteten und korrigierten Brandlastdichte jedes Abschnitts oder Bereichs ermittelt. Aus dieser Berechnung ergibt sich ein niedriges, mittleres oder hohes Niveau (seinerseits unterteilt in acht Stufen, von 1 bis 8), das die geforderten Schutzmaßnahmen bestimmt (Brandabschnitte, Feuerstabilität, Anlagen usw.).
Braucht Ihre Halle ein Brandschutzprojekt?
Die Konfiguration und das innewohnende Brandrisiko Ihres Betriebs bestimmen die verpflichtenden Maßnahmen. Wir bewerten Ihren Fall und nennen Ihnen die Anforderungen, die das RSCIEI für Ihre Tätigkeit verlangt.
Brandschutzanlagen: RIPCI
Die Schutzausrüstung (automatische Detektion, Wandhydranten, Feuerlöscher, Sprinkler, Notbeleuchtung, Beschilderung) wird gemäß dem Reglement über Brandschutzanlagen (RIPCI) installiert und gewartet, das die Anforderungen an die Produkte, ihre Inbetriebnahme und ihre regelmäßige Wartung festlegt.
Was tun wir?
Häufige Fragen
Welche Brandschutzvorschriften gelten für mein Lokal?
In Gebäuden nicht industrieller Nutzung gilt das CTE DB-SI. In Industriebetrieben (Hallen, Werkstätten) gilt das RSCIEI. Die Schutzausrüstung unterliegt dem RIPCI.
Was ist das innewohnende Brandrisiko (Risikoniveau) eines Industriebetriebs?
Es ist eine Einstufung (niedrig, mittel oder hoch, unterteilt in acht Stufen), die aus der gewichteten und korrigierten Brandlastdichte berechnet wird und die geforderten Schutzmaßnahmen bestimmt.